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CASA AVE MARIA
31 Octobre 2007
Nicaragua ist 130.373 Quadratkilometer groß, also ungefähr 50-mal größer als Luxemburg und hat 5,1 Millionen Einwohner welche hauptsächlich Spanisch sprechen. Das Land wird auf der einen Seite vom Pazifik und auf der anderen Seite vom Atlantik begrenzt. Nördlich grenzt es an Honduras und südlich an Costa-Rica.
Außer Managua der Hauptstadt hat es noch weitere wichtige Städte Léon, Granada, Esteli, Matagalpa und Bluefields. Der größte Teil der Bevölkerung lebt im pazifischen Teil des Landes. Das ganze Land wird von Vulkanketten und großen Seen durchzogen. Einige Vulkane sind noch aktiv.
Das Land ist sehr fruchtbar und seine Wirtschaft beruht auf dem Export von: Kaffee, Mais, Bohnen, Baumwolle und Zuckerrohr. Trotz dieser günstigen Bedingungen zählt Nicaragua neben Haiti zu den ärmsten Ländern der Welt, dies bedingt durch jahrzehntelange Ausbeutung, wirtschaftliche Abhängigkeit und politische Unruhen. Das durchschnittliche tägliche Einkommen liegt bei 1 Dollar, d.h. es gibt viele Haushalte welche gar kein Einkommen haben , diese Familien gruppieren sich natürlich um die größeren Städte weil die Leute glauben im Schatten der Städte würde man besser leben. So ist dies auch der Fall der Stadt Masaya, eine größere Stadt nur 30 km von Masaya entfernt. Immer mehr Bedürftige sammeln sich in Barrios (Elends-Viertel) rund um die Stadt, leben meist in selbst gezimmerten Hütten aus Holz, Plastik und Wellblech unter elendigen Bedingungen. Da die Eltern kein Einkommen haben sind die Kinder sehr früh sich selbst überlassen, verbringen die meiste Zeit auf der Strasse und versuchen mit irgendwelchen Mitteln sich Nahrung zu verschaffen, sie bieten ihre Dienste zum Hüten überhaupt keine Schule. von Autos an, waschen Windschutzscheiben an Kreuzungen, laden Waren ab oder erledigen sonst kleine Jobs, man findet sie überall auf den Strassen. Nur 30 % der Kinder Nicaraguas erreichen einen Primärschulabschluss und 24 % der Kinder besuchen überhaupt keine Schule.
Öffentliche Stellen schätzen dass bis 600.000 Kinder unter sehr schwierigen Bedingungen leben. Da viele dieser Mädchen und Jungen sich selbst überlassen sind, werden sie auch schnell drogenabhängig, (sehr verbreitet ist Benzin-Schnüffeln) und/oder sie bilden Räuberbanden (pandillas). Diese Kinder erkennt man leicht auf der Strasse, sie sind meistens barfuss, haben zerrissene und schmutzige Kleider an, sind dünn und unterernährt und zeigen alle Symptome einer Fehlernährung. Generell sind sie zwischen 6-12 Jahren alt und haben meistens die Schule verlassen, sie haben noch eine Familie, die sich jedoch nicht mehr um sie kümmert.
Das Projekt der CASA AVE MARIA, welches von der ASLN (Association Solidarité Luxembourg-Nicaragua) unterstützt wird, will diesen Kinder helfen indem es ihnen Unterstützung und eine Ausbildung zukommen lässt. Allein in Masaya gibt es über 2.200 Straßenkinder, wovon die Casa Ave Maria ca. 300 betreut, ausgewählt wurden die Kinder die am meisten durch Armut, Drogen und Ausbeutung bedroht waren.Diese Kinder erhalten eine Betreuung im Lokal der Stiftung, einige können hier schlafen, Platz gibt es leider nicht für alle, es wird ihnen Essen ausgeteilt und das wichtigste ist, die Menschenwürde wird ihnen wiedergegeben, sie werden therapeutisch betreut, die Drogenabhängigkeit wird geheilt und Fähigkeiten werden gefördert durch verschiedene Ausbildungskurse wie Holzarbeiten, Bäckerei, Teppichknüpfen, Kochen, Anlegen von Garten- und Obstbauanlagen. Wert wird auch gelegt auf die Ausbildung in Musik, Gesang und Sport.
Ein erstes Projekt der Association Soliarité Luxembourg-Nicaragua mit Hilfe der luxemburgischen Regierung hat die Infrastruktur des Zentrums (neues Gebäude und Ausrüstung) finanziert, diese Gebäulichkeiten in Masaya wurden dieses Jahr im Februar von der Großherzogin Maria-Teresa besucht. Die Großherzogin war so begeistert von diesem Projekt dass sie spontan 25.000 Euro für die Weiterentwicklung bereit stellte, diese Summe wird vom Kooperationsministerium verdreifacht und die ASLN wird die Restfinanzierung und die Ausführung übernehmen.
Der zweite Teil begreift den Ankauf eines Nutzfahrzeuges, von Computern , Druckern, eines Backofens für die Bäckerei, einer professionellen Küche und allen notwendigen Materials, ebenso sollen verschiedene Kurse in Schreinerei, Bäckerei, Tepichknüpfen, Anfertigung von Hängematten, Anlegen von Gärten, Daktylographie, Informatik und Zeichnen mitfinanziert werden. Auch dieser zweite Teil unserer Hilfe ist immer nur ein Tropfen auf den heißen Stein, wir sind auf jede Unterstützung angewiesen im wenigstens die bestmögliche Unterstützung geben zu können.
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31 Octobre 2007 Association Solidarité Luxembourg Nicaragua - B.P. 1766 -
L-1017 luxembourg
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asln@pt.lu / assoluni@pt.lu
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